Die Revolution ist das größte, alles andere ist Quark.
Rosa Luxemburg

Montag, Oktober 09, 2006

Urbanes Ackern

Das Leben auf dem Land bietet einige Vorzüge. Man kann zumindest einen Teil der Lebensmittel selbst produzieren, sich abends gemütlich biertrinkend im Garten erholen und die Kontakte zur Nachbarschaft sind in der Regel intensiver als in einer Großstadt. Das Landleben ist aber vor allem eins: sehr sehr ruhig. Wer das treibende Metropolenleben gewöhnt ist, verzichtet ungern auf kulturelle Infrastruktur, Bewegung und Leben.

Die Initiative "Dachgärten für alle" strebt eine Kombination aus beiden Welten an: Auf den Dächern der Großstadt sollen Dachgärten angelegt werden. Sie dienen als direkter Naherholungsraum, bieten Gelegenheit zur partiellen Selbstversorgung mit Gemüse (Tomaten, Gurken, Hanf) und verbessern das Klima der Metropole (Feinstaub, Abgase). Die Vision: Man blickt vom Berliner Fernsehturm und sieht unzählige Dachgärten statt kahler Dächer.

Doch nicht nur diese Initiative macht sich Gedanken, wie städtisches Leben mit Gartenbau verbunden werden kann: Neben den traditionellen Kleingartenvereinen entstanden in den letzten Jahren in Berlin und anderswo Bürger-, Nachbarschafts- oder Interkulturelle Gärten. Die wirtschaftliche Lage der Metropolen macht Gärtnern wieder attraktiv: was ich selbst anbaue, brauche ich von schließlich nicht von meiner nicht gerade komfortablen Stütze im Supermarkt kaufen. Die Nutzung von Brachen fördert Selbstverantwortung und nachbarschaftliches Engagement. Runter vom Balkon - Rin in Jarten. Infos zum urbanen Gärtnern sammelt Urbanacker.

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